Berchtesgaden – Die Kleinstadt im hintersten Winkel der Alpen

Wenn wir in der Region (Chiemgau oder Berchtesgadener Land) Urlaub machen, egal wo in und an den Chiemgauer Alpen fahren wir in der Regel an den Königssee. Diesmal jedoch, weil es Winter war, wenn auch ein sehr warmer und wir schon etliche Male an dem See und in dem gleichnamigen Ort waren, entschieden wir uns, mal Berchtesgaden anzusehen. Hier sind wir bisher immer nur durch- – oder besser am Ortszentrum vorbei- – gefahren.

Also, nach dem wir uns den Campingplatz Allweglehen angesehen und über einen möglichen Campingurlaub auf diesem Platz einen Entscheidung getroffen haben, ging es auf dem Rückweg in die Berchtesgadener Innenstadt.

Von dem besagten Campingplatz aus ging es die B305 direkt zu so einer Art Kreisverkehr entlang und im spitzen Winkel in die Bahnhofstraße. Dieser folgten wir in die Maximilianstraße, wo wir ein unterirdisches riesiges Parkhaus fanden (Tipp: Behalte Dir, wo Dein Auto steht und durch welchen Ausgang du das Licht der Welt wiederentdeckt hast. Am Besten den Eingang wieder nehmen, sonst gehörst Du vielleicht zu den Unglücklichen die orientierungslos durch die Tiefgarage auf der Suche nach Ihrem Wagen irren!) Vorteil dieser Garage: Sie liegt direkt in der Innenstadt und ist auch die einzige zentrale Parkmöglichkeit für eine längere Parkdauer.

Über den Zugang, den wir genutzt hatten, sind wir dann direkt im Zentrum (Fußgängerzone, Weihnachtsschützenplatz) gelandet. Von dort aus ging es hinein in die Stadt. Vorbei an etlichen bunten Häusern und immer wieder einen Blick in die Auslagen von den Geschäften werfend. Bis wir schließlich an einem kleinen Imbiss ankamen, der uns mit Burgern und Chili-Cheese-Pommes lockte.

Berchtesgaden Marktplatz

Nach dem Mahl ging es dann weiter bis zum Berchtesgadener Schloss. Einem alten Chorherrenstift, dass irgendwann im 19. Jahrhundert aufgelöst wurde. Interessant, wenn man auf dem Schlosshof steht, ist hier, dass einige Gebäude teile gewerblich – vom Handel – genutzt werden. Nicht der übliche Andenkenladen, weil es eine Sehenswürdigkeit ist, den gibt es hier auch, sondern vielmehr ist hier ein Antiquitäten Händler, ein Spezialitäten Händler (Alkoholika der Region) zu finden. Aber auch Ärzte, Anwälte etc. haben hier ihre Praxis in den Schlossgebäuden.

Berchtesgaden St Peter und Johannes der Täufer – Blick durch das Schiff auf den Altar

Nach einem Rundblick im Schlosshof, haben wird er Stiftskirche, die gleich mal zwei Heiligen geweiht ist, einen Besuch abgestattet. Der Innenraum der Stiftskirche St. Peter und Johannes der Täufer war sehr schlicht. Wer jedoch andere Klosterkirchen im Alpenraum kennt, weiß von beeindruckenderen zu berichten.

Anschließend ging es auf einem anderen Weg zum Auto zurück.

Beeindruckend für mich war, dass hier mitten in den Bergen ein gar nicht mal so kleiner, sehr geschäftiger Ort liegt. Der noch seinen wunderschönen alten Ortskern hat und viele bemalte Häuser aufweist. Und immer einen Blick auf den Watzmann freigibt. Eigentlich kein Wunder, dass sich vor rund 100 Jahren in der Nähe dieses Ortes ein gewisser Staatschef in eingenistet hat, wodurch der Ort einen großen Bahnhof mit eigener präsidialen Wartehalle bekam und weltweite Bekanntschaft erlangte.

Berchtesgaden ist nicht groß. Man ist recht schnell durch mit dem Sightseeing. Vom Flair, welcher dem Ort noch anhaftet ist er meines Erachtens mit Garmisch vergleichbar. Trotz der Geschäftigkeit und des Verkehrs zu Fuße des auf einem Hügel liegenden Ortes herrscht hier eine gewisse Ruhe – wie bei vielen Alpenorten. Die Berge und Wälder ringsum scheinen den Alltagsstress und Alltagslärm regelrecht zu verschlucken.

Bist Du in der Gegend, dann nutze die Stunde, oder auch mehr. Schlendere durch den Ort und genieße die Atmosphäre.

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